Film

Spaziergang am Rand der Demokratie

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Im Sommer 2007 fand der Weltwirtschaftsgipfel der G8-Staaten im Ostseebad Heiligendamm statt. Neben vielen Sicherheitsmaßnahmen wird zum Schutz der Staats- und Regierungschefs in einem Radius von drei Kilometern um Heiligendamm eine so genannte technische Sperre errichtet. Dieser Sicherheitszaun ist 12,5 Kilometer lang, aus Stahl, Beton und Nato-Stacheldraht, ca. 2,5 Meter hoch und reicht einen halben Meter tief in die Erde.

 

In seinem Film Spaziergang am Rand der Demokratie läuft Jörg Hommer den gesamten Zaun in Echtzeit mit seiner Kamera ab. Hierbei scheint der ganze Zaun den Film zu umschließen. Kontinuierlich und konsequent folgt die Kamera dem Verlauf des Zauns. Der rhythmisch-meditative Klang der Schritte und das andauernde Wechselspiel von Ereignissen zwischen dem Davor und Dahinter lässt den Sicherheitszaun zur Projektionsfläche individueller Utopien und Visionen seiner Betrachter werden. Eine Grenzerfahrung.

 

Der Film wurde im Rahmen der 58. Internationalen Filmfestspielen von Berlin uraufgeführt und ist im Verleih bei arsenal - institut für film und videokunst e. V. im Arsenal - Institut für Film und Videokunst e. V erhältlich.

 

150 Minuten | Echtzeit Version | Dokumentarfilm, Installation | 2007
75 Minuten | Dokumentarfilm | 2007

 

Idee, Regie, Kamera & Schnitt: Jörg Hommer, Co-Produzent: Egon Bunne, Tonmischung: Holger Jung und Christian Obermaier, Beratung: Prof. Thomas Arslan, UdK Berlin, Farbkorrektur bei ARRI Film & TV

 

 

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